Häufige Fragen an uns 

Ernährung: die beste Ernährung für Säuglinge ist Muttermilch. Sollten Sie nicht stillen können oder wollen, nehmen Sie eine Fertigmilch (Pre- oder 1-Milch). Diese Milch bekommt Ihr Kind bis zum ersten Geburtstag, dann normale Kuhmilch. Ab dem 5.Monat ersetzen Sie die Milch schrittweise durch Breie. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie die Beikost selbst zubereiten oder ob Sie Gläschenkost verwenden. Gewöhnen Sie Ihr Kind bis zum ersten Geburtstag an normale, gesunde Familienkost.

Eine Ernährungsbroschüre ist bei uns erhältlich.

Bestehen Allergien (Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis) bei Eltern oder Geschwistern, ist auch das Kind allergiegefährdet. Sie sollten möglichst 4 – 6 Monate stillen oder hypoallergene Fertigmilch geben. Anschließend beginnen Sie mit Beikost.

Zusätzliche Getränke brauchen Säuglinge nur bei heißem Wetter, Fieber oder Durchfall. Bitte geben Sie generell nur (Leitungs-)Wasser oder ungesüßten Tee (Teebeutel), um das Kind nicht zu sehr an süßen Geschmack zu gewöhnen und die ersten Zähnchen nicht zu gefährden. Verweigert Ihr Kind Wasser, dann hat es auch keinen Durst!

Vorsicht: Auch in ungesüßten Säften, Früchtetees und Instant-Tees ist schädlicher Zucker enthalten!

Übrigens: frisches Leitungswasser muss nicht abgekocht werden.

Etwa ab dem 7. Monat sollte Ihr Kind nachts keine Milchnahrung mehr bekommen. Mit spätestens 15 Monaten benötigt es keine Saugflasche mehr. Üben Sie frühzeitig das Trinken aus Becher oder Tasse.

Geben Sie Flasche oder Becher nicht zur Beruhigung oder gegen Langeweile. Ihr Kind wird schnell „süchtig“. Karies und Kieferverformungen lassen sich dann kaum vermeiden.

Sind die ersten Zähne durch, beginnen Sie spielerisch mit dem Zähneputzen. Ab dem 1. Geburtstag benutzen Sie eine fluorhaltige Kinderzahnpasta, anfangs nur abends. Sobald Ihr Kind ausspucken kann (etwa mit 2 Jahren), 2-mal täglich. Putzen Sie unbedingt nach!

Vitamin D braucht Ihr Kind im gesamten ersten Lebensjahr, entweder als Tablette oder Öl, um eine Rachitis zu verhindern. Fluorzusatz dann, wenn in der Familie Kariesneigung besteht.

Zum Thema Nuckel oder Daumen: Als Einschlafhilfe ist beides erlaubt, Dauergebrauch ist schädlich. Der Vorteil des Daumens: die Kinder brauchen Ihre Hilfe nicht, die Nächte sind meist ruhiger. Auf Dauer sind Schnuller Suchtmittel, auf die Kinder freiwillig nicht verzichten. Langdauerndes Schnullern führt eher zu Kieferverformungen als Daumenlutschen.

Wenn Ihr Kind ab dem 3.Lebensmonat häufig die Hände in den Mund steckt und ständig sabbert, lernt es seine Hände, seinen Mund, seinen Körper kennen. Es bedeutet nicht, dass es Zahnungsschmerzen oder Hunger hat.

Nun zu einem anderen Körperteil: der Popo Ihres Säuglings braucht weniger Pflege als Sie vermuten. Zum Säubern benutzen Sie nur Wasser und einen Waschlappen oder Feuchttücher. Cremes, Öl oder Puder verstopfen die Hautporen und schaden damit der Haut. Bei starker Rötung des Pos cremen Sie ihn dünn mit einer Wundsalbe ein, und wechseln Sie die Windel häufiger. Lassen Sie Ihr Kind auch mal nackt strampeln. Sehen Sie rote Bläschen am Popo, könnte es sich um einen Pilzbefall handeln.

Zum Thema "Schreikinder" oder "Dreimonatskoliken" 

Schreiphasen sind bei Säuglingen häufig und können die Eltern sehr verunsichern. Sie beginnen oft in den Abendstunden und die Babies sind nur schwer zu beruhigen. Medikamente wie z.B. Blähungstropfen und Kümmelzäpfchen helfen in der Regel nicht.        Versuchen Sie Ruhe zu bewahren, massieren Sie den nackten Bauch Ihres Babys, tragen Sie es in der „Fliegerposition“, gehen Sie mit ihm spazieren oder gönnen Sie ihm ein „Entspannungsbad“. Wenn möglich, wechseln Sie sich in der Betreuung ab, denn ein schreiendes Kind zerrt ganz schön an den Nerven! Die vermeintlichen „Bauchkrämpfe“ haben nichts mit der Nahrung zu tun. Eine stillende Mutter sollte also nicht auf Gemüse, Obst oder andere Speisen verzichten. Nach etwa drei Monaten wird Ihr Kind von alleine ruhiger.

Durchschlafen lernen Kinder meist erst nach einigen Monaten, manche schon nach 2 oder 3, viele erst später. Stillkinder verlangen oft auch im 2.Lebenshalbjahr nachts noch nach der Brust, besonders wenn sie direkt neben der Mutter liegen. Das ist dann eine liebgewordene  Gewohnheit und kein Hunger. Sie können die Nachtruhe fördern, indem Sie möglichst wenig Reize bieten und schon früh feste Zeiten und Rituale einführen. Tagsüber ist das Schlafbedürfnis individuell sehr unterschiedlich. Im Prinzip kann man sagen: jedes Kind holt sich den Schlaf, den es braucht.  

Zum Thema „plötzlicher Kindstod“: 

 

Damit Ihrem Kind nichts passiert, beherzigen Sie unbedingt folgende Ratschläge:

Lassen Sie Ihr Kind von Geburt an in kühler Umgebung (max. 18 Grad), bei offenem Fenster, ohne Kopfkissen und im Schlafsack im eigenen Bettchen in Rückenlage schlafen. Im Elternbett besteht die Gefahr der Überwärmung. Vermeiden Sie unbedingt Zigarettenrauch in der ganzen Wohnung. Ein gesundes Baby benötigt dann keine Überwachungsgeräte.  

 

Übrigens:                                                                     

Wenn Ihr Kind wach ist und nicht allein, darf es von Anfang an auch länger auf dem Bauch liegen. Damit trainiert es seine Motorik und Schädelverformungen lassen sich so auch vermeiden. Achten Sie darauf, dass ihr Kind  nicht nur zu einer Seite schaut, sonst kann es sich nicht symmetrisch entwickeln.

Ab wann darf mein Kind „fernsehen“?

In den ersten 2 Jahren am besten gar nicht! Schon ein sehr kleines Baby schaut zwar gerne zu Licht, Farben und Bewegung, aber die Flimmerkiste schadet der Hirnreifung und erhöht das Risiko, später ein Zappelphilip zu werden. Und auch Kinder können fernsehsüchtig werden.

Das gleiche gilt für Spielkonsolen und Computer. Zum altersgemässen Umgang mit diesen Medien sollte man sich bei Unsicherheit  beraten lassen.

Hinweise zu Erkrankungen

In den ersten Lebensjahren ist es normal, dass Ihr Kind bis zu zehn Infekte pro Jahr durchmacht. Die Häufigkeit lässt erst im Schulalter nach, wenn der Körper genügend Krankheitserreger kennengelernt und dadurch sein Immunsystem trainiert hat.                                    

Kleine Infekte können Sie ohne ärztliche Hilfe kurieren, wenn das Allgemeinbefinden Ihres Kindes nicht sehr beeinträchtigt ist und es gut trinkt.                            

Bei Schnupfen oder verstopfter Nase helfen               

Kochsalz-Nasentropfen:  

1 Teelöffel Kochsalz auf 0,5l abgekochtes Wasser.     

Geben Sie davon bei erschwerter Atmung  2-5 Tropfen in jedes Nasenloch. Kann etwa 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.                                                      

Alternativ: Meersalz-Nasenspray oder –Tropfen.

Husten dient der Reinigung der Atemwege und ist daher ein bei Infekten oder anderen Reizen notwendiger Reflex. Hustensäfte sind in der Regel nicht hilfreich.

Bei hartnäckigem Husten, zusätzlicher Luftnot oder Fieber stellen Sie uns Ihr Kind bitte vor.

 

Bei starkem Durchfall muss der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt rasch ausgeglichen werden. Um ein „Austrocknen“ des Kindes zu vermeiden hilft folgendes Durchfallgetränk:

 

1 Liter abgekochtes Wasser

4 Esslöffel Zucker oder Traubenzucker

½ Teelöffel Salz                                                   

1 Glas Orangensaft- oder

1 Glas Orangensaft- oder Karottensaft

mischen und so viel wie möglich trinken lassen.

Schmeckt gekühlt am besten. 

Auch gesüßter Tee, Mineralwasser oder eine leichte Saftschorle sind erlaubt. Zusätzlich ab 1 Jahr salziges Gebäck (Brezel, Salzstangen) geben.                

Hat Ihr Kind zusätzlich anhaltendes Erbrechen oder Fieber, muss es zum Arzt.

 

Fieber: Bei Kindern sind Körpertemperaturen bis 37,8°C normal, ab 38,5°C spricht man von Fieber. Bei Schmerzen oder stärkeren Beeinträchtigungen dürfen Sie Ibuprofen oder Paracetamol als Zäpfchen oder Saft geben. Zuvor sollte aber die Ursache abgeklärt sein, besonders bei Säuglingen.  

Wichtig bei Fieber: Kind kühl halten, wenig und luftig kleiden, viel trinken und für reichlich Frischluft sorgen.  Je jünger ein Kind ist und je schlechter es ihm geht, umso eher müssen Sie es einem Arzt vorstellen. Ein „normaler“ Infekt sollte nicht länger als 2 bis 3 Tage Fieber machen.

 

 

Unfälle im Kindesalter lassen sich leider nicht immer verhindern, die Gefahr lässt sich aber verringern. Gefährlich sind:

·         Gehfrei und andere „Laufhilfen“

·         Heiße Getränke, bzw. Töpfe, Wasserkocher, Herdplatten und Heizkörper

·         Spülmaschinen-, Toilettenreiniger

·   Und alles was klein ist und nicht in Kindermünder gehört, z.B. Erdnüsse, Zigaretten(kippen), Tabletten, etc.

 

Bei Verbrennungen oder Verbrühungen, die bei kleinen Kindern häufig durch heruntergezogene Wasserkocher oder Tee-/Kaffeekannen passieren, stellen Sie das Kind sofort für mindestens 15 Minuten unter die handwarme Dusche. Danach bedecken Sie die betroffenen Hautstellen mit einem sauberen Tuch und fahren direkt zum Arzt oder bei einer großen Verbrennung  in ein Krankenhaus.